Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 6)
- Language
- German
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sich bloß orale *) Ueberfetzungen waren um die Zeit nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil -nothwendig geworden (Nehem. 8), denn während ihres siebzigjährigen׳ Aufenthalts zu Babylon war die Gesetzsprache unter den Israeliten fast ganz erstorben. Im ersten Seculo christlicher Zeitrechnung übersetzte Lnkelos den Pentateuch schriftlich, so wie Benuziel **) schon viel früher die xropiiLta» m»j. und min. nebst den libris liistoricis —. bis auf die beiden Chronica — schrist--!ich übersetzt hatte; auch giehts noch ein theilweisesTargum des Pentateuchs, genannt; ferner das Tarzum der 5 Megilloths und über Esther noch Eins besonders, das voller Mythen ist; die Psalmen, Job und die Prvb. sind von einem gewisseil Rabhi Joseph ***) ins Ehaldäischs übertragen worden. Dieselbe slnkunde des Urtextes bewog ktolomälls kbilaLelxbus für die, unter seiner Bothmäßigkeit stehen» ») Ein solcher mündlicher 'Irmrslatov mußte Zo Jahr alt sein (חגיגי! יד), er pstegtc am Sabbafh uncntgcldlich (‘פמחים נ) paraphrasirend (vv קידושין) zu übersetzen und hieß;- פי׳וךגמ גילית ג"»; die Version des Pentateuchs, die unter seinem Namen geht, ist nicht von ihm, sondern von einem Namensvetter, der vielleicht 600 Jahr nach der Zerstörung des zweiten Tempels, dahingegen der, im Talmud gedachte, Benuziel mehrere Iahrhundcrt? vor der Zerstörung de» Tempels gelebt hat. ***) Er soll blind gewesen sein; von seiner ausgebreiteten Gelehrsamkeit wird im Talmud 14 הוריות und 64 ברכות geredet. Die gallischen Kommcnta» tvres des Talmuds (שכת HZ) bezweifeln es und wie ich glaube mit Recht, daß dieser der Uebersetzer genannter drei Bücher war.