Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Wichtigkeit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 14)
- Language
- German
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" 97 hat: so muß ja nothwendig eben diese Entbehrung, diese ewige Vergeblichkeit des heftigsten Verlangens ein Wurm sein, der nicht stirbt, und ein Feuer, das nicht verlöscht Hingegen wer hier schon anfangt, sich an solche Freuden zu gewöhnen, die auch in der Ewigkeit fortdauern könneu, wem hier die Betrachtung der wundervollen Werke Gottes entzückt, wer hier nach Güte und Weisheit Handelt, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit übt) der wird, der kann in jenem Leben, wo alle diese heiligen Gefühle weiter entwickelt, alle diese^Kräste erhöhet werden, nicht anders als glücklich und selig sein. — ״Saget dem Gerechten, daß es ihm wohlgehen wird, denn er wird die Früchte seiner Lhaten genießen," sagt Jesaias, ״wehe dem Ruchlosen, es wird ihm geschehen wie er's verdient." Das heißt: wer nur für seinen Körper, nur für seine Lüste und Begierden und deren Befriedigung sorgt, der wird auch nur zu solchen Freuden fähig sein, und . eben sie sind das Verderben, das er erndtet Bald sind sie genoffen und nach dem Genüsse Pein. Wer aber auf seinen Geist achtet und mit dessen Bildung zur. höher» Lugend sich beschäftiget, der ist fähig die wahrAl) einzigendauerhaften Freuden zu schmecken, der ist fähig der Seligkeit und des himmlischen Lebens und er wird es genießen. Gut sein, gut sein also, das ist die reichste Quelle aller Freude und Wonne, und die Leiter, auf der man von Vollkommenheit zu Vollkommenheit hinaussteigt und der Gottheit sich nähert. Wie das Werk, ss der Lohn. ES ist nothwendig, daß Segen und Seligfeit auf Rechtschaffenheit, schlechterdings nothwendig, daß