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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 2 · p. Seite 95

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 2
Article
Über die Wichtigkeit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
Date
1820-01-01
Page
Seite 95 (sequence 12)
Language
German
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vat*■•****'»irr*׳ srm yb I)cit, von Glückseligkeit zu Glückseligkeit steigen können: so ist es auch gewiß, daß wir dieses nur dann können, wenn wir auch hier uns befleißigen, den Vorschriften gemaß zu leben, die uns der ewige Vater gerade deswegen gab, um uns zu diesem Glück fähig zu machen, wem! wir auch hier edel, fromm und tugendhaft wandeln. Das sagt nicht allein unser Text, das sagt schon die gesunde Vernunft, daß jenes Leben und unser Zustand in demftlben nicht für jeden von einerlei Art, nicht für jeden von einerlei Beschaffenheit, sondern für einige glücklicher, für andere weniger glücklich sein werde, und daß dieses Glück nicht vom blinden Zufall, nicht von der Willkühr eines parteiischen oder unwcisen Richters, nicht vom Haß oder Wohlwollen eines mächtigen Wesens, sondern lediglich von diesem unser» jetzigen Leben und unserm Betragen in demselben abhangen wird, so daß ein unfehlbares Verhältniß zwischen unfern jetzigen Tagen und dem Zustande ist, der nach dem Tode unser wartet. Denn jede Empsinduug und Entschließumg unseres Herzens, jeder Eindruck, der auf unsere Seele gemacht wird, sei er so wichtig oder unwichtig als er nur immer wolle — jeder Wunsch, den sie je genährt, jede Handlung, die sie je verrichtet oder nur beschlossen hat, läßt zuvsrläßig ihre Eindrücke zurück und wirkt auf die folgende Zeit. — Die Vollkommenheit des Jünglings hat den Grund in der ersten Erziehung, in der verschiedenen Art der Behandlung in den blühenstcn Kinderjahren. Die Jahre des Jünglings sind der Grund von der Güte oder Unvollkommenheit des reifen mannlichen Alters und dieses hat wieder seine unfehlbare Wirkung auf die Tage des Greises. So ist also alles in der

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