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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 2 · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 2
Article
Über die Wichtigkeit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
Date
1820-01-01
Page
Seite 91 (sequence 8)
Language
German
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statten, daß in einer Seele, die so ist wie sie sein soll, die natürlichen glückseligen Folgen ihrer inncrn Güte, die ihr sonst allein schon Belohnung genug sein würden, durch «ine boshafte Gewalt auf immer geraubt, geschwächt oder verbittert werden?—Schickt es sich, daß ein rechtschaffener trefflicher Mensch, der nur glücklich zu sein verdient, das ganze Leben hindurch ein Raub der Bosheit,. ein Spiel -ungerechter Verfolgungen sei? daß Unschuld und Recht verdammt werde? daß die Tugend unter Hunger und Blöße und Verachtung seufze und oft durch die Hand;grausamer Tyrannen in Schmerzen und Foltern ihren letzten Lohn finden? daß hingegen oft Treulosigkeit und Mordsucht, indem sie die Lust und die Vortheile dieses Lebens an sich reißen, gar nicht inne werden, was eS aus sich habe, von dem was ewig recht ist, abzuweichen und sich wider die Gesetze der allgemeinen Regierung aufzulehnen? Ebenmaß und Übereinstimmung verschwin» .den hier und mein Begriff von einer in der Welt Herrschenden Ordnung, den ich doch sonst so gegründet finde, verirret sich hier gänzlich. — So, m. Z., muß jeder Verkünftige denken, .wenn er bloß das gegenwärtige Leben betrachtet. Sieht er dasselbe aber nur als. einen Vorbereitungszustand auf ein weiteres folgendes Leben an, in dem alle die Ungleichheiten des gegenwärtigen ausgeglichen und ihre natürlichen bestimmten Folgen haben werden; so hellet sich alles auf, und die ganze Schickung ist dann voll Ordnung und Zusammenhangs,.— Dieser aus der Ungleichheit her Menschenschicksale in dem gegenwärtigen Leben hergenommene Grund, wäre also der erste, der uns die Fortdauer unserer selbst auch nach dem Tode /f *

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