Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Wichtigkeit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 3)
- Language
- German
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auch noch nach der Endigung dieses Lebens, ist schlechterdings wahre Ruhe und Zufriedenheit des Herzens unmöglich Jede Krankheit, jede Spur unserer Sterblichkeit,. jede Nachricht von dem Tode eines unserer Nebenmenschen, jedes Grabmal unserer Brüder, jeder Gang Wer den Gottesacker, müßte uns dann in Furcht und Zittern setzen. Zeder Gedanke, jede Ahnung des Gedankens, daß auch wir einst nicht mehr fein werden, als die, deren Gebeine jetzt Staub, Moder und Asche sind, müßte uns schrecken. In welch einer qualvollen Furcht und ängstlichen Hoffnung würden wir unsere Tage dahin leben, und immer dir so große, als gewisse Veränderung erwarten, ohne zu wissen , was dann eigentlich mit uns Vorgehen werde. Zu welcher Marter würde uns der Trieb zum Leben werden, den doch der allweise und allgütige Schöpfer so tief in unsere Natur gepflanzt, der der" Regel nach, der mächtigste unter allen unfern Krie-- ben ist. ״Erhalte dein Leben! dein Leben ist die größte Wohlthat des Schöpfers! Empfinden und Bewußtsein deiner selbst, sind die Quellen all deiner Glückseligkeit"—׳ das ruft mit gewaltiger Stimme die ganze Natur des Menschen! das rief sie von jeher! das ist so tief in ihr gegründet, daß wir schon in den ältesten Urkunden der Geschichte des Menschengeschlechts die Spuren davon sinden, denn diesen zufolge, war die erste Warnung und die erste Drohung an die Menschen: ״Denn sobald du von der Frucht issest, bist du des Todes." Du bist Erde und sollst wieder zur Erde werden, von der du genommen bist. Ebenso sind, vorzüglich in den Büchern unserer heiligen Schrift