Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachrichten, das Schulwesen der Israeliten in verschiedenen Ländern betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2304627-2304634-2304636-2309857--06577-2310148- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8* Dem mitgetheilten Etat zufolge, betragen die jährlichen Ausgaben jetzt jährlich 122» Thaler, die Eins nähme hingegen nur 8 n Thaler. Es fehlen daher 409 Thaler. ״Rechnen wir auch," heißt es ferner in der gedachten Nachricht, ״auf die jährlichen Geschenke der Frauen V. Ebers und M. Oppenheim, zusammen mit 60 Thlr., als auf eine sichere Einnahme, weil die edel» Frauen ihrem, über den Verlust theurer Verwandten traurenden Herzen, durch Wohlthaten Erleichterung und Trost zu verschaffen suchen, und der Tag jenes Verlustes, jährlich zurückkehrend, auch jährlich aufs neue ihre noch ן nicht vernarbte Wunde wieder aufreißt, und sie veranlaßt, die Schule zu bedenken, so fehlen doch noch bei Z50 Thlr. jährlich; und der kleine Fonds von 1550 Thlr. i Staatsschuldscheinen, keine 1100 Thlr. Courant werth, f würde, in wenigen Jahren aufgezehrt, und dadurch die Schule dem Mangel ausgesetzt sein.!, . . . Erwägt man überdieß, daß der Anschlag der Auss gäbe nach dem angelegt ist, was jetzt geschieht, wo die j; Leitung des Ganzen nichts kostet, und dse Lehrer, aus l; reiner Liebe zur Sache, mit beispielloser Uneigennützigkeit, «inen Unterricht, der ihnen in der Anstalt nur 4 Gr,, für die Stunde einbringt, mit Liebe und Treue ertheilen, und j bester bezahlte Stunden seinetwegen ausschlagm, erwägt man also, daß mit dem Tode, oder auch nur mit der bald herannahenden Altersschwache des jetzigen Direktors, höchst ß wahrscheinlich die Ausgabe durch den Gehalt eines Direk- 1 tors, und die bessere Besoldung der Lehrer — warum soll j es aus falscher Bescheidenheit verschwiegen werden? — j sich ansehnlich vermehren wird, so sieht wohl der Satz fest, i daß die Anstalt sich alsdann nicht wird erhalten können.