Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 9)
- Language
- German
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34 bessern Zustand tüchtig zu machen, und für die etwanige Entbehrung desselben mit Kraft und Muth auszurüsten suchen. Was oben (HI.) von den Hindernissen der Erziehung im Allgemeinen gesagt worden, gilt auch bei den Bekennern des Zsraelitenthums. Darum, und weil aus den einzelnen häuslichen Bestrebungen so viel Halbheid und gegenseitige Entfremdung hervorgegangen ist, verdient die ,früherhin (IV.) dargestellte Wichtigkeit der Schulen als . eine nothwendige Forderung die ernstlichste Beachtung. . Gut organisirte und kräftig geleitete Bildungsanstalten, und zwar nicht bloß Unterrichtssondern eigentliche . Erziehungsschulen (V.) für die höhern und für die nieder» Volksklassen, sind es allein, die einen durchgreifend veredelten innern Zustand in Einheit herbciführen können. Ohne dieses bis auf die Wurzel dringende Gesammtbestreben haben wir nur Halbheit und Schein zu erwarten, allenfalls Blüthen, aber keine Früchte vom Lebensbaume. Es wird immer dringender, das, was noth thut, anzuer- .kennen und mit Ernst und Einheit darnach zu streben. Alles, was uns an freier Entwickelung und innigem An- .schließen an die Mitwelt hindert, muß mit Umsicht und Beharrlichkeit weggcschafft werden. Auch daher schon müssen wir eigene Bildungsanstalten haben, wo die Eigenthümlichkeiten und Bedürfnisse des Volkes nicht nur genau gekannt sind, sondern wo tief in dieselbe eingegangen und ein Geschlecht zu bilden gesucht wird, das nur liebt, was die menschliche Würdigkeit erhebt, das aber ,nicht nur Liebe, sondern auch Kraft zum Guten hat; rin Geschlecht, das sich gerne mit treuer Bruderliebe an