Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Z2 -- gem Zusatze läutern. Besonders wichtig sind die beiden ersten Forderungen: sie führen die dritte als eineunaus- «blsibliche Folge herbei — sie sind die ersten unerläßlichen Bedingungen des Bürger- und Menschenwohls. Ohne staatsbürgerliche Erhebung ist Bildung ein trauriger Besitz — sie zeigt dann nur die Kiese der Erniedrigung; ohne V er be ffc ru n g der 'S ch ul r n hilft auch keine bürgerliche Gleichstellung, nutzt selbst keine Kultusreförm. " Nützt selbst keine Kultusreform! Bei der Kirchen- Veränderung in der ersten Halste des :6. Jahrhunderts Haben Luther, Melanchthon und Bugenha^en nichts Wirksameres zur Durchführung und Befestigung der Reform thun können, als das Schulwesen zu verb essern. *) Der Erfolg war tiefeingrcifend und würde noch fruchtbarer gewesen sein, wenn die Schulen überall gleich umsichtig Und kräftig mit der Zeit fortgeschritten wären. Und so ist es auch. Wer die menschliche Natur kennt, weiß, daß nur gewaltig erschütternde Schicksale die Menschen von Grund aus zu ändern vermögen, nicht aber ein bloßes Einsehen und Anerkennen; weiß, daß Belehmngen nur die Oberfläche des Menschen berühren, und daß selbst Vorsätze bei der Menge nicht zum Bessern führen, wenn nicht irgend ein -Trieb sich mit ihnen verbindet. Woher käme denn noch die Selbstsucht mit ihrem Furiengefolge, woher kämen die vielen Laster und *) Dieser Ansicht verdankt auch das Ishanneum in Hambürg seine Entstehung. S. Z immer»! an n's Chro- תif von Hamburg, S. 427,.