Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Seesen 1× ep/1048106
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—a»»—%am» <nr *awg■— J zun» Bessern betrachtet werden *). Seit ungefähr 40 Iahtin hat sich die Stellung der mosaischen Neligionsbekenner in dieser Rücksicht bedeutend geändert. Das immer freiere und allgemeiner werdende Licht wissenschaftlicher Bildung zündete leuchtend auch unter ihnen; der erwachte Geist der Philantropie und Humanität begünstigte und erwärmte auch sie. Es war, besonders in Deutschland , für sie ein erfreulicher Ausgang aus einem düster!» und beschränkten Mittelalter. Die Erziehung und der Unterricht, den Forderungen des Zeitalters Gehör gebend, wurden nun naturgemäßer, vielseitiger und fördernder. So entstanden in Berlin (schon 1779), Prag, Breslau, Deßau, (1799,) Wolfenbüttel, Seesen, Frankfurt am Main, Hambürg, Manheim, Friedland und in mehrern andern Orten öffentliche Schulen, die den Bedürfnissen des Jahrhunderts zu entsprechen und das Volk von der Wurzel aus pstegend zu erheben suchten. Die Resultate dieses Strebens sind bei unbefangener Prüfung schon jetzt unverkennbar. Viel aber, noch sehr viel ist in dieser Hinsicht zuthun übrig. Soll den Bekennern der mosaischen Religion gründlieh geholfen werden: so muß der Staat ihnen eine angemessene und Menschenwürdige Stellung anweisen, so müssen gute Schulen immer allgemeiner unter ihnen werden, so muß sich ihre Religionslehre von schlacki- *) Gute Beiträge zur Charakteristik dieser Schulen liefern Sal. Maimon in seiner Lebensbeschreibung Th. 1. S. 4z — g», D> Fränke.l in seinen Nachrichten über die jüd. Haupt-und Freischule in Deßau, tDeßau, 1804.) S. 53 —6z, und G. Salomon in der Lebensbeschreibung M. Philippsohns S. 13—34.