Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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gläubiger, anspruchloser und bescheidner, als bei vielen ihrer Nachkommen. — ״£> wie viel Schattenseiten hatte dieses Leben!" höre ich diesen und jenen einwerw den. — Wohl wahr! Aber e s w a r a u ch L i ch t in den Häusern Israels, und dem Volkslehrer kostete es wenig Mühe, seine Pflichten in Ausübung zu bringen, da die ganze Gemeinde von den ihrigen so sehr durchdrungen war- Anders ist es jetzt, wo mit der wahren Aufklärungwofür wir freilich dem Herrn nicht genug danken können, auch die falsche erst sich leise einschlich, und nun in vielen Hausern nicht mehr die Magd, sondern die Gebieterin spielen will, ja die Gebieterin ganz und gar verdrängen und verjagen will. Jetzt, wo bei Vielen Religion und Aberglaube fast gleichbedeutende, wenigstens nahverwandte Begriffe geworden sind; jetzt, wo der Eine kühn abspricht, was er nicht versteht, der Andere trotzig alles das verwirft, was mit seinen Ansichten nicht übereinstimmt — jetzt ist es schwer, einer Gemeinde, deren Mitglieder in ihren Ansichten beinahe eben so verschieden sind als in ihren Gesichtszügen, den Weg zu zeigen, den sie gehen, und das Werk, das sie thun sollen. Aber sich heben und ganz und gar wegfallen wird diese Schwierigkeit, wen nder Lehre rvon dein Geiste Gottes beseelt und ganz durchdrungen'ist.- __— — — — Dem Volkslehrer, der die Menschen wer'- ser und vernünftiger machen soll, dem darf am wenigstens selbst der Geist der Weisheit und der Wer nun ft mangeln; er muß das menschliche Herz,