Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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334 In der vierten Predigt, (Der Geist des Volksl eh rer s,)sindunterandern folgende wichtige und bcherzigunswerthe Stellen und Äußerungen enthalten: — — — ״Wer wollte, das ganze Volk des Herrn waren lauter Propheten. Daß d er Ew ig e sei n en G ei st 6 u f sie legen möchte! 'Also sprach einst Mose, als man ihm die Nachricht brachte: Eldad und M e d a d lehrrten im Lager. Wir wünschen es-mit dir, du hoher Gottesmann! Wer wollte, dgs > ganze Volk des Herrn waren lauter Propheten! Wer wollte, daß sie alle Gott kenneten von klein, bis groß, und daß sein Geist ausgegossen, wäre über alles Fleisch, über Männer und Frauen , über Söhne und Töchter! Dann würde es keines Lehramtes mehr bedürfen, weder in Israel, noch in׳ andern Völkern. Aber wir fühlen es wohl alle, daß dieses goldne Zeitalter noch nicht gekommen, daß für die sittliche Ausbildung noch viel zu thun, daß das religiöse Leben von den Weüigsten noch gehörig verstanden, und daß der wahre Weg zur Glückseligkeit noch nicht zur Heerstraße geworden sei. Ein besonderer Lehrstand, der für die allgemeine Besserung des Herzens und des Wandels sorgt, die Erziehung und Bildung bei den Kindern beginnt und bei den Erwachsenen fortsetzt, war bei unsern Vorfahren nöthig , und ist es bei uns gewiß nicht weniger, Za, gewiß nicht weniger; aber schwieriger ist es in unsern Kagenb«§׳ Lehramt zu führen! Die Wohnungen unserer Vorfahren waren von dem Schlußstein der Religion fester gewölbt, als die unsrigen, und das Leben in ihren Häusern war einfacher und gott-