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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 1 · p. Seite 310

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 1
Article
Über den Religionsunterricht in den Schulen der Israelitischen Gemeinde
Date
1820-01-01
Page
Seite 310 (sequence 12)
Language
German
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־ "—י׳י - 310 ausschließlich mit der hebräischen Literatur beschäftigt wurden, haben es bis zu dieser -Stuft gebracht; wie klein ist die Anzahl derer, die, wenn sie auch im Ge» schästsleben zuweilen eine Stunde dem Lesen der heiligen Schrift schenken wollten, zu der Anstrengung aufgelegt wären, die ihnen solches kosten würde. Als Mittel zur Erbauung, zur Belebung des religiösen Gefühls wird die heilige Schrift in der Ursprache nur von wenigen benutzt werden können» Ast es aber bloß die Kenntniß der biblisch en Religion — so weit solche dem Laien nöthig und ersprießlich — was man beim Unterricht in der Bibel beabsichtigt,, so mag wohl ein niederer, allgemein erreichbarex Grad von Sprachkenntniß genügen, da zu d i ess m Zwecke die Bekanntschaft mit dem Pentateuch hinreichend sein dürfte, in keinem Fall tiefes Eindringen in den Geist der prophetischen Schriften nothwendig ist» Da nun eine so innige Bekanntschaft mit der hehräischen Sprache und Literatur , um im Strudel des geschäftigen Lebens Erhebung und Aufschwung des Geistes in den biblischen Schriften zu finden, nur w e nig en erreichbar, zur Kenntniß des Inhalts aber eine gute Uebersetzung vollkommen zureicht: so kann die hebräische Sprache als ein wesentlicher Theil des Religions- Unterrichts nicht betrachtet werden. In der Lhat stünde es sehr traurig um die religiöse Verfassung so vieler Lau- sende unserer Glaubensbrüder, ja des ganzen Menschengeschlechts, wenn. die heiligen Schriften nur in der U r- -spräche ihren wohlthätigen Einfluß auf ihre Leser äuflern, und nicht auch in einer andern Gestalt vielen

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