Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Religionsunterricht in den Schulen der Israelitischen Gemeinde
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304634-2304635-2309165--06315-2309637- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
3°8 uns beistimmen, daß derselbe nicht in das Gebiet des Schulunterrichts gehöre und den Mittelweg billigen, den wir einschlagen. Die wichtigsten Borschristen des Ceremonial-Gesetzes sind in den fünf Büchern Mosis deutlich ausgesprochen; sie gehen aus dem wörtlichen Sinne des Textes hervor, und der Schüler, lernt sie bei der Ueberfttzung und Erklärung der heiligen Schrift vollkommen kennen. Mit dem Religionsunterrichte wird überdieß eine spstematische Uebersicht der Feier- und Festtage, ihrer Bedeutung und der Art und Weise, wie solche begangen werden, so wie die Erklärung der gebräuchlichen Gebet- Und Segensformeln verbunden. Dieses ist, selbst nach der rigoristifchen, rabbinischen Ansicht, hinreichend für Knaben, die im 14ten und igten Zahr zu einem bürgerlichen Gewerbe übergehen. Hier gebietet die Kürze der Zeit und die Berücksichtigung auf das ans Schulleben stoßende, zerstreuende Geschäftsleben, das zur Erweiterung der Religionskenntnisse am wenigsten Muße finden kann, sich nicht so weit auszudehnen und keine so großL^Masse von Sachen zu lehren, die sich im Gedächtnisse nicht befestigen können, sondern eine Auswahl zu treffen und solche durch fleißige Wie- Verholung desto tiefer einprägen. ״Aber — hören wir andere einwenden — alles dieses ist noch immer das nicht, was wir unter Neligionsunterricht verstehen, dieser ist nichts anders als die Kenntruß der heiligen Schrift in der Ursprache, wo mogsich mit einigen der angesehensten hebräischen Kommentatoren verbunden: das wird aber in eurer Schule