Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Religionsunterricht in den Schulen der Israelitischen Gemeinde
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 5)
- Language
- German
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3°3 *-"י׳-*' weihte, zur Dienerin ihrer Leidenschaft herabgewürdigte Himmelstochter, deren Anbetung der Redliche im Herzen, der Heuchler auf den L i. p p e n trägt, auf welcher ihr stiller?Verehrer sein ewiges, ihr Höfling sein zeitliche s Glück zu bauen sucht, si e ist es, deren vielgebrauchte und mißbrauchte Gewalt.über die menschlichen Herzen man gegen die Schule aufzuregen bemühet ist. Es werde keine Religion in der Schule gelehrt — was dort unter diesem Namen gelehrt würde, das sei keine. Religion — durch solche und ähnliche Reden sucht man die wahrhaft Frommen, so wie den, so deren Rolle recht täuschend spielen will, zurückzuhalten, ihre Kinder der Schule zu übergeben. Ein Tadel wie dieser kann um so dreister ausgesprochen werden, da mit dem Worte Religion Wiele einen so unbestimmten, schwankenden Begriff verbinden, dessen Inhalt sich nach Belieben erweitern und einschränken läßt. Ueberdieß wird die Anachtsamkeit der meisten, der Aufsicht entwachsenen, folglich auch vieler aus unserer Schule in's geschäftige Leben getretener Jünglinge in Beobachtung des C e r e m o n 1 a l- Gesetzes zu einem Belege desselben gebraucht, wahrend die eigentliche, religiöse Beschaffenheit eines Menschen nur von den, ihn zunächst Umgebenden beurtheilt werden kann und im Geschästsleben selten zum Vorscheine kommt. Wir wollen diesen Vorwurf etwas naher beleuchten, und es wird sich zeigen, daß er unsere Schule nicht trifft. v . .. . V;