Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Religionsunterricht in den Schulen der Israelitischen Gemeinde
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 302 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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A02 ■' — was ihnen im zuversichtlichen Tone geprüfter Ueberzeugung gesagt wird und denen sich keine Gelegenheit darbietet, sich eines Bessern zu belehren; an sie richten will die Bitte, den folgenden Zeilen einige Augenblicke ruhiger Prüfung zu vergönnen. , Der erste Vorwurf, der eine Schule treffen kann, ist: daß ihre Schüler nicht das Maaß von Kenntnissen und die Stufe der Geistesbildung erreichen, die man von derselben, vermöge ihrer Bestimmung, zu fordern berechtigt ist. Wir glauben nicht, daß dieser Vorwurf unserer Schule gemacht worden, und könnten eine solche Behauptung mit der Mehrheit der aus unserer Schule getretenen Knaben widerlegen, die als Lehrlinge in ansehnlichen Handlungen, durch ihre Brauchbarkeit die Zufriedenheit ihrer Prinzipale in solchem Grade sich erwarden, daß ihnen schon nach einem Lehrjahre die Arbxiten eines Kommis übergeben wurden, so wie nicht minder mit so vielen Mädchen, die ausgerüstet mit allen, dem Weibe nützlichen Kenntnissen und Fertigkeiten unsere Schule verlassen haben; nicht minder könnten wir uns auf viele verständige und sachkundige Väter berufen/ die dmch vieljahriges und fortdauerndes Zutrauen zu der Schule ihre, auf eigene Erfahrung gegründete Meinung von demWerthe unserer Anstalt, auf's unzweiheutigste ausgesprochen haben. Was das Lernen betrifft, dürste die Schule selbst den Anhängern des Geschwindlehrens vollkommen Genüge leisten. Doch es ist nicht von dieser Seite, wo man den wohlerworbenen Ruf der Schule zu verletzen sucht; die Religion, diese von den Menschen schon so oft ent«