Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den zweckmäßigen Gebrauch der heiligen Schrift bei öffentlichen Religionsvorträgen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2304627-2304634-2304635-2309164--06303-2309626- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
wendige sogar-abbricht und-nochsweniger geneigt ist, seinew leidenden Brüdern wohlzuthun. - Zemehr nun alle diese sich selbst-und Andere über ihren Glückszustand täuschen, -desto nöthigcr wirds, zu bestimmen: wo und bei wem man denn eigentlich sagen könne , er habe wxmch׳?״ : \ Dieß kann man in Wahrheit von denen sagen, a) die in einem Eage durch die Arbeit ihrer Hände so viel verdienen, daß es für diesen Tag züreicht, überhaupt -tzie, welche nur die äußerste NdDurst sich erwerben können Und zwar durch saure Mühe׳ und Arbeit; b) auch von denen, die zwar ohne große Mühseligkeit Hr nothdurstiges Auskommen finden, die aber doch davon nichts׳ erübrigen können; 'H endlich äuch von deNen, welche in solchen Berhältmssest stehen,wo Hit einem geringen Einkommen und 'bEMeck''MM"Borrathe viele Personen ernährt werden müssen, z. B. Hausväter und Hausanütter, welche eine zahlreiche Familie zu versorgen haben. Welcher von diesen Fällen nnn auch bei Jemand rintreten mag , er braucht sich dessen nicht zu schämen, uvenn er^ nür-zw-denen^gehört,' welche David im Texte Gerechte nennt, d. h. wahre Fromme, welche entweder gleich durchihre ׳Geburt in einen Stand versetzt werden, daß sie wenig haben, oder die durch andere Umstände ohne Verschulden arm sind; oder die,״wenn sie auch zum Th eil daran Schuld wären , daß sie wenig hätten, doch ihre Lebensart geändert und bei Gott Vergebung ihres vorigen׳ Wandels gesucht und erlangt haben. -