Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den zweckmäßigen Gebrauch der heiligen Schrift bei öffentlichen Religionsvorträgen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 6)
- Language
- German
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dennoch besser daran-sei-, als der״ Gottlose, wenn es gleich nicht so schiene,;Pdenn das Glück der Gottlosen sei von kurzer Dauer, da im Gegentheile der Fromme sich alle Zeit des göttlichen Schutzes, Beistandes und Segens .zu erfreuen habe und so kommt er denn auch auf die Wahrheit:. ״daß das Wenige, das ein Gerechter hat, besser sei, denn das große Gut vieler Gottlosen." Hier wird das Wenige, das ein Gerechter hat, dem großen Gute der Gottlosen entgegengesetzt, und dem ersten Anblick nach scheint nichts leichter unterschieden werden zu können als, wer w ent g ,oder v i e l hat. Die Erfahrung aber lehrt, daß wir zwar .hei Andern diesen Unterschied mit ziem-- licher Genauigkeit zu machen wiWn; daß aber der Mensch bei Beurtheilung feines eigenen Glückszustandes sehr oft sich selbst und Andere täuscht, und dass, es demnach allerdings nöthig ist, den. Begriffner Worte v i e l und w en i g .näher zu bestimmen. , Der Unzufriedene, der immer mit neidischem Auge auf Anderer Glück steht und mehr oder etwas anderes wünscht, als er-hat, dem dünkt alleswas er hat, im- 'mer nur wenig zu sein und wenns auch nach dem unbefangenen Urtheile Anderer hinreichend>: ja überflüßig wäre. Der Habsüchtige mag mehr als genug haben — alles dünkt ihm nur ein Weniges, weil ernicht so viel hat, als seine unersättliche Begierde fordert.! Der Geizige sagt immer: er habe nur wenig, um der Welt den wahren Zustand seines Vermögens zu verbergen, sich selder aber darüber zu rechtfertigen, daß er sich-das Npth-