Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den zweckmäßigen Gebrauch der heiligen Schrift bei öffentlichen Religionsvorträgen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 5)
- Language
- German
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" , 2yz selben gebrauchte Bild in . seinen Vortrag aufnehme; denn dadurch würde er unverständlich ,, oft sogar lächerlich werden. Aber es giebt auch verständliche Hebräismen, es giebt auch Redensarten, die. sich leicht erklären lassen und durch deren Erklärung der Zuhörer fähig gemacht wird, mit eigenen Augen in der Schrift zu sehen, es giebt Ausdrücke in der heiligen Schrift, die das Abstrakte recht -concret und faßlich darstellen. Diese muß der heilige Redner in seine Sprache aufnehmen, wenn fein Vortrag 'den Namen eines schriftmäßigen verdienen soll, um so mehr, da nur wenige Zuhörer, eine philosophische Sprache zu würdigen wissen. Wem daher seine Religion und sein Amt am Herzen liegen, der wird es für seine heilige Pflicht erkennen, den Geist und die Sprache der heiligen Schrift in seine Neligionsvortrage aufzunchmen. Zur Probe folge hier ein Entwurf zu einem Vorträge über Psalm 37, 2J. 16/ Daß die Schicksale der Menschen hier auf Erden nicht immer so sind, wie es ihr Verhalten verdient, dieß ist eine Bemerkung, die wir noch immer zu machen Gelegenheit haben und die sich auch dem David durch seine Erfahrung bestätigte/ Bei einer genauen Aufmerksamkeit auf . sich selbst fand er, wie leicht das Herz durch die Wahrnehmung des Glücks der Gottlosen zum Neide versucht., überhaupt in der Lugend wankend gemacht und zum Murren gegen die göttliche Regierung veranlaßt würde. David setzte daher diesen Psalm sich und andern leidenden Frommen zur Beruhigung und zur Erweckung -auf und macht m demselben bemerklich, daß der Fromme