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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 1 · p. Seite 294

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Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 1
Article
Über den zweckmäßigen Gebrauch der heiligen Schrift bei öffentlichen Religionsvorträgen
Date
1820-01-01
Page
Seite 294 (sequence 4)
Language
German
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2Y4 sich leicht Stellen finden, die als Stützen, des Textes zu benutzen sind und-dem Worttage Licht, Kraft und Warme geben werden. Wenn sich gleich hierbei der Redner vornehmlich an kurzen, kräftigen Lehrstellen halt, die ihrer Präcision und ihrer Autorität wegen tief eingreifen in das Gemüth der Zuhörer, so laßt er doch keineswegs Las Geschichtliche in׳der heiligen Schrift unbenutzt, um auch den ungeübtem Zuhörer, der Geschichte gern hört, für seinen Worttag zu gewinnen, um denselben von der ׳Höhe der Betrachtung wieder ins gemeine Leben zu führen, und um allen seinen Zuhörern die heiligen Wahrheiten der Religion zu versinnlichen und die Ueberzeugung bei ihm zu begründen: es sei unter Gottes Beistände wohl möglich, ihre Vorschriften zu erfüllen. Den Schluß der Betrachtung mache dann ein Gebet aus der Fülle . eines durch. die heilige Schrift zur Religion gebildeten Herzens, das den Kern des Vortrags zusammenfaßt und nicht bloß den' zuversichtlichen Geist der heiligen Schrift athmet, sondern auch die Sprache derselben redet. Denn auch inder Sprache der heiligen Schrift muß der öffentliche Rcligionslehrer zu seinen Zuhörern reden. Damit soll aber gar nicht soviel gesagt werden, als ob jeder Satz in der Rede mit Worten der heiligen Schrift ausgedruckt fein müßte; denn gar nicht zu erwähnen, daß dieß auch für den Kenner der Schrift ein unaussprechlich zeitzersplitternder Zwang wäre, so kann es wohl nicht mit der Erfindung bestehen, die zu einem guten Religionsvortrag durchaus erforderlich ist. Auch wird gar nicht gefordert, daß der öffentliche Religionslehrrr jeden Ausdruck der heiligen Schrift , jedes in der-

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