Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den zweckmäßigen Gebrauch der heiligen Schrift bei öffentlichen Religionsvorträgen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 3)
- Language
- German
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2-3 Ist der Text wohlgewählt; so llst es das Hauptgeschäst des Asteten, Ausleger dieser heiligen Worte zu sein. Dieser Pflicht, aber leistet nur, der ein Genüge, welcher zuvörderst den wahren Sinn,. welcher nur Einer sein kaNn , erörtert, und durch dis Anwendung der hinzuführenden, Hülfsmittel den Zuhörer dahinbringt, eben das bei den Worten zu , denken, was der Schriftsteller ,dabei gedacht hat. ,Die, Exegese bietet zur Darstellung des wahren Sinnes einer Schriftstelle die dienlichen Hülfsmittel dar; jedoch gehören für den öffentlichen Unterricht -nur die Resultate derselben , welche man aus guten Uebersetzungen und Paraphrasen, welche man dabei zu Rathe zieht, am richtigsten finden kann,; Die Haupttendcnz bleibt aber immer, der praktische Gebrauch, oder wozu, ist dieser Text anzuwendcn? Bei. den Texten, welche Lehren enthalten (Lrhrtexte), muß es auf Folgendes ankommen: , ») man sondere den eigentlichen Sinn von der, Einkleidung, besonders da, wo diese Einkleidung den Charakter der Denk- und Sprechart der alten Zeiten an sich trägt; b) man erkläre die Schrift aus der Schrift- oder benutze Alles, was zur Erläuterung des wahren Sinnes aus der Schrift beigebracht werden kann, und o) man setze den Zusammen- Hang , einer Lehre und Vorschrift mit derander» ins Licht. Ist aber der Text historisch, so werde׳ die Geschichte hinj länglich aufgeklärt und dann gezeigt, in wiefern sie sich I eignet, um aus׳ irgend einem Gesichtspunkt, betrachtet! zu werden. Ist der-Text so gebraucht worden, so werden bei e.iner vertrauten Bekanntschaft mit der heiligen Schrift