Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Erbauungsrede, gehalten am Sabbath den 2ten September 1820 im Lokale der Gesellschaft der Humanität zu Kassel, in einem Kreise von Zöglingen und Erwachsenen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 3)
- Language
- German
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361 des Standes noch des Ranges, des Geschlechts noch des Alters, bei dieser heiligen Angelegenheit. 'Da stnöet kein äußeres Abzeichen des Vorzugs Statt, vor dem Ewigen, vor dem kein Ansehen der Person Statt findet, Die Sonne der Religion leuchtet jeglicher Menschensiele, dis ihre Warme sucht und sich an ihrem Strahl erquickt. — ״Und nicht mit Euch allein mache ich diesen Bund, sondern mit dem, der heute allhier gegenwärtig ist, und mit dem, der nicht hier bei uns gegenwärtig ist." Auch für die Geschlechter der Zukunft, die in andern Verhältnissen leben werden, Machen und erneuen wir diesen uttsetN Wund mit Gott. ' ' Und solcher Weise, meine vielgeehrten Fteunbe - sie» hen auch wir in dieser geheiligten Stunde vor dem Ewi-- gen Unserm Gotte, von jenem Gott-Gesandten, von Moses, unsekm Lehrer^ berufen; so stehn auch wir heute׳ Vor Gott, dessen Allgegenwart uns umgiebt, dessen var terliche Gnade wir mit jedem Äthemznge geNleßen, durch dessen Huld und Milde wir leben, durch dessen Wort wir selig »werden. Wir stehen alle vor Gott, wo wir «ine heilige'Handlung begehen, wo wir eine Sache der Gotteserkenntm'ß besprechen, wo wir Vas Ziel unserer Seele bedenken. Und so wollen auch wir denn heute gleichsam zwischen die Stücke des Bundes durchgehen, wollen uns die wesentlichen Beständtheile des Gläubetts unserer Väter in erneuter Verpflichtung Vorhalten, wollen uns zu ernsthafter Anschauung des Bündnisses, das zwischen dem Ewigen und dem Hause Israel obwaltet, erheben, wollen die äußern Mittel auch prüfen, die zur Ausübung dieses Bündnisses, in uns sind, und ob es