Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Israelitische Freischule zu Hamburg
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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thum des Geistigen, der Keim des Göttlichen entsprießt in Einer Nacht nicht, reift nicht in Einer Frühlingssonns, das Bildungsgeschäft ist kein wiederkehrendes, das mit jedem Jahre sich erneut: sondern es ist ein fortgesetztes, in seinen Theilen eng verbundenes, ewiges, und schwer wird sichs bestimmen ׳lassen/ ob der Anfang, ob das Ende, oder welcher von den Zwischenpunkten der wichtigste Moment ist und der günstigste. Muß der Lehrer , der doch auch nur Mensch ist, nicht solche Punkte Haben , um den Theil der Pflanzung zu betrachten, wie weit und wie glücklich sie gediehen? Bedarf es zu diesen Betrachtungen für das Ganze nicht,der Ruhe, der Geistesfreiheit, die von der Sorge für das Einzelne ihm das Jahr hindurch so oft geraubt wird? Wird die Prüfung endlich nicht für den Lehrer auch ein Abschluß sein, der, das abgerechnet, was er für Andere thut, auch in seinem eigenen Geschäfte , in der Erreichung seines Erdenzieles ihm den reinen Gewinn zeigt und das Maaß seiner Kräfteden Umfang seines Verdienstes ihn kennen lehrt? Werden solche Blicke in das Ganze nicht den Einfluß haben, daß «r in der Folge das Mangelhafte ergänzen,chas Zwecklose ganz verwerfen, das Gute eben doppelt kräftig üben wird? Ist der Lehrer allzumal ein öffentlicher, ist er Verwalter eines Gutes, das ihm vom Staate, oder sonst einem Gemeinwesen anvertraut worden, so sind ja außer ihm noch Mehreredenen an der Pflanzung'und an ihrem Fortkommen viel gelegen, so wird er doppelt sich gedrungen fühlen, den jährlichen Abschluß nicht nur für sich und zu seinem Besten anzufertigen, sondern auch das Resultat desselben mitzutheilen, die Beweise denen vorzu-