Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Israelitische Freischule zu Hamburg
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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legen, für deren Interesse er neben seinem eigenen arbektet, so wird mit einem Wort auch seine Prüfung eine öffentliche sein. Des Kaufmanns Abschluß aber geht nicht in das Einzelne, in die mannichfachen Vorfälle ei- »es jeden -Tages; nur die Hauptsummen nennt er und die Billanz in wenigen Zeilen; so zeigt der Abschluß einer Schule auch in wenigen Stunden nur die Hauptsummen, ׳ den Stand, das Allgemeine; — daß alles Uebrige sich dem gemäß verhalte, die Richtigkeit des Einzelnen, setzt man im Woraus von dem Manne, dem matt ein solch Geschäft vertraut. Wer über Einzelnes sich unterrichten will, dem steht dieß frei im Lauf des ganzen Jahres. Und wie wäre es auch möglich, in ׳so wenigen Stunden, denen dieß Geschäft gewidmet ist! das Ganze in allen׳ seinen Lheilen aufs Neue zergliedern, wäre wieder eines vollen Jahres Arbeit. Und wenn der Satz wohl allgemeine Gültigkeit hat, daß man nicht für die Schule, sondern für das Lxben lernen soll, daß der vollgepfropfte Kopf nicht immer der brauchbarere, daß der mit Wortschwall und Bücherkram beladene Erdenwaller nicht immer der bessere Mensch, der nützlichere Würger ist, so giebt es in der Führung dieses schwierigen Geschäftes ein Folio, das in der Schule gar nicht abgeschlossen werden kann, das bei der Prüfung also nicht einmal der Einsicht vorgelegt werden kann, weil dieses Blatt sich in später» Jahren erst, sich erst im eigentlichen Leben füllet und den Gewinn bewährt, ich meine das Folio der Herzen-Weredlung, das Blatt yes Menschenwerthes und der achten reinen Bisdüng. — Diese Anstalt, hochzuverehrende Anwesende!