Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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- IRI
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m bete in her׳ damaligen Volkssprache verfaßten? Warum fürchtete dieses Maimonides nicht, als er einen großen Eheil seiner talmudischen Schriften arabisch schrieb? Warum fürchteten dieses alle die Frommen und Heiligen mcht, als sie, wie oben nachgewiesen worden, daS'Betm!s in einer andern Sprache nicht nur erlaubten, sondern es » vor dem unverstandenen Hebräischen so herzlich und so f dringend 'empfahlen? Und durch das Hebräisch B e t e y!1 glauben Sie, könnte die Sprache erhalten werden, \l durch das Beten wie es bis jetzt geschieht?. Wird denn f eine Sprache erhalten etwa durch die große Anzahl derer, ft die sie zu buchstabiren und teftn verstehen? (ss weit s kann es höchstens nur. ein großer Aheil der Hebräisch- Betenden bringen.) Wird etwa die lateinische und griechische Sprache dadurch erhalten, weil in den römischkatholischen Landern die Messe lateinisch, und in den griechischkatholischen griechisch gelesen wird? Geschieht es -jn'cht vielmehr durch den Fleiß und die Bemühung der H Gelehrten, sie in ihren Werken zu erläutern und.fortzu- 1 pflanzen? ,;3 Üeberhaupt, woher nimmt denn so mancher/tMA j| discher Gelehrte unserer Zeit sich das Vorrecht kein He? j l braisch verstehen zu dürfen? Haben etwa die Berfasssr U des Lalmuds, hat Maimonides, Rambän, Raschi, haben die Verfasser des Kysphot nicht he- 1; bräisch verstanden? Und ich frage Sie in allem Ernst: warum thun denndiejenigen wirklich so wenig zur Er-' Haltung der hebräischen Sprache, die für diese Erhaltung so sehr schreien? Zeigen sie mir doch unter ihren Mndern die Forscher , Kenner und Dilletanten der Sprache,