Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 7)
- Language
- German
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fluß auf ihren Charakter gehabt. Ist es denn nicht natürlich , daß sie, umgeben von erbitterten Feinden, ihren grausamen Unterdrückern und Verfolgern, Unwillen und Rache fühlten? Können wir von ihnen erwarten, daß sie Erhabenheit des Charakters zeigen, wenn ihnen das Brandmahl der Schande aufgcdrückt ist? Können wir von ihnett allgemeines Wohlwollen erwarten, wenn sie allgemein verachtet werden? Können wir erwarten, sie in nützlichen Berufsarbeiten beschäftigt zu sehen, wo es ihnen untersagt ist, Eigenthümer des Bodens zu sein, oder die gewöhnlichsten mechanischen Künste zu treiben? Können wir erwarten , daß sie ihre Nachbarn lieben, wenn ihr Name als ein Spottname gebraucht wird — wenn jene Nachbarn ihre Kinder lehren, ihr Elend zu verhöhnen? Wenn die Juden solche Menschen sind, wie sie ihre Feinde darstellen, so haben sie jene Feinde zu solchen gemacht. Daß dieß sein sollte, ist, ich gestehe es, der Wille des Himmels; wenn aber Gott seine Kinder züchtigt, so sind dir Werkzeuge seines Zorns oft auch seine Feinde. Giebt es in der jüdischen Religion irgend etwas, was die Juden untüchtig macht, die Pflichten zu erfüllen, und den Verbindlichkeiten eines Bürgers׳ von Maryland nachzukoinmen? Ich behaupte dreist, daß Wichts dergleichm vorhanden ist; und ich fordere Jedermann auf, es anzugeben. Ich würde der letzte sein > der es läugnet, daß der Glaube an einen künftigen Zustand d e r B e l o h n u n g u n d B e st r a fu n g der Grundankcr aller bürgerlichen Regierung ist. Und hat denn der Jude keine Religion, die ihm die Ausübung moralischer