Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Volksschulen in England
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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"‘^-׳י־*׳• roz s nach Kommando erfolgte. Die Aufsicht und Musterung ist äußerst genau. Jede Abwesenheit wird bemerkt und angestrichen und den Eltern gemeldet. Jedes Vergehen wird bestraft. Jedes Verdienst wird belohnt. Die harten Zuchtmittel, die Lancaster Anfangs anwendete, sind itzt ganz verbannt. Ehre, Schande, Verlust der Schule sind die Hauptmobilie— der höhere Platz, die Belobung, das Ehren oder Schandzeichen. Fragt man nun , wiefern der Zweck des Schulunterrichts durch diese Einrichtung und Methode erreicht werde, so darf ich, da ich sowohl die beiden großen Centralschulen in London, als einige in kleinen Städten z. B. von Harwitsch besucht und dem Unterricht beigewohnt habe, folgendes unpartheiisch versichern. Die Kinder leisteten in jeder Klasse das, was die Bestimmung der Klaffe war. Sie lasen vernehmlich und richtig, in der obersten Klaffe selbst mit Ausdruck. Sie schrieben auf ihren kleinen Schiefertafeln (in den Rationalschulen sogar ohne Äsche zu Habens auf der Hand,) sehr deutlich, meist orthographisch richtig, was man dictirte, und viele hatten schon eine schöne Hand. Ihr Gedächtniß war sicher. Die kleinen Monitors versahen ihr Amt mit großer Pünktlichkeit und einer Strenge, die ihrem Gesicht fast die Miene der Barschheit gab. Wie weit die Kinder in der Verstandsbildung vorgerückt sind, kann ich indeß nicht beurtheilen. Denn alles was ich von ihnen sah und hörte , war angelernt. Das aber weiß ich gewiß, daß man in sehr viele unsrer Land- und kleinen Stadtschulen kommen kann,'worin man die meisten Kinder in den genannten Gegenständen, die doch auch bei uns den