Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Volksschulen in England
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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162 8) Noch ist Hauptziel der Methode ,' alle Kinder beständig in Aufmerksamkeit zu erhalten. Schon durch die kleinern Abtheilungen ist dieß erreichbar. Dann auch daher, weil jedes immer׳ nur eine Frage bekömmt und in steter Spannung ist. Es soll z. B. das Wort Schul» wesen orthographisch richtig geschrieben werden. Der Monitor nennt es zuerst mit lauter Stimme. Dann ruft er vom ersten bis zum letzten jeden auf, einen Buchstaben zu nennen. S. c. h. u. l. w. e. s. e. n. So haben zehn Kinder geantwortet. Das eilfte spricht das ganze Wort aus. Nun schreibt es jeder auf seine Schiefertafel. Erhöht wird das Aufmerken durch das stete Certiren. / 9) Nicht weniger als von dem Unterricht erwartet man von der Schulordnung und Schulzucht. Diese Schulen haben — wie schon Natorp sehr wahr bemerkt hat — eine bestimmte Grundverfaffung, die in allen ZHeilen feststeht. Der Schulmeister, das Chor der Unterlehrer aus den Schülern, und die Schüler bilden ein organisches Ganze. Zeder Eheil kennt genau sein Werhältniß.— Durch diese Verfassung wird das häusliche und bürgerliche Leben abgebssdet, worin es auch am besten steht, wenn jeder das thut, was seines Amts ist, und dieß genau und pünktlich thut. Nichts übertrifft die ungewöhnlich große Pünktlichkeit, womit die Disciplin ausgeübt wird,, und die strenge Sorgfalt,' womit der Lehrer und die Schulgehülfen über das Ganze die Aufstcht führen. Diese Pünktlichkeit ist vollkommen der militarischen gleich, und sie ist die Seele des ganzen Schultriebwerks. Nicht die kleinste Bewegung und Lhätigkeit ist gedenkbar, die nicht ihre Regel hätte, und zum'Theil