Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Volksschulen in England
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 11)
- Language
- German
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könnten. Aber zum Anlernen und Abrichten fand man sie vollkommen brauchbar. - Gerade dieß aber hielt man in den ersten Jahren für hinreichend. Die höhere Verstandesentwickelung glaubte .man der spätem Zeit überlassen zu können, wie man denn überhaupt in England zur Bildung und Uebung des Denkvermögens mehr auf die Schule desLebens rechnet als auf die Lehrschulen, und, sich daher schwerlich von dem Nutzen unsrer sogenannten Denkübungen -־ zumal wie sie in manchen Schulen höchst verkehrt getrieben werden — überzeugen würde. Da gerade die Aermsten km Volk an den neuen Schulen Lheil nehmen sollten, so sann man ferner auf die größte Einfachheit der Lehrmittel. Und da diese auch gewöhnlich nur wenig Zeit haben, die Schule zu besuchen, so drang man darauf, daß in möglichst kurzer Zeit das, was allen am meisten Noch ttzue, erlernt und in einer ganz festen lückenlosen Ordnung , ohne alles Abspringen, Ümherschweifen und Zerstreuen, getrieben werden müsse.׳ Wer mag nun verkennen, daß in allen diesen Grundsahen und Ansichten sehr viel wahres und für das nächste Dedürfniß zweckmäßiges lag? Von ihnen ist aber offenbar., sowohl die Lehrart als die Schulzucht, welche man in den Bell-Lancasterschen Schulen befolgt, ausgegangen. Nur summarisch kann hier das Wesentliche davon mitgctheilt werden. 1) Jede Schule ist, wiewohl in demselben Zimmer oder Saal , in Klaffen getheilt.. Jede Klasse in Abtheilungen zu 10—12 Schülern.. Jede Abtheilung hat ih-