Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Volksschulen in England
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 7)
- Language
- German
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-- 95 ־ Zn den Lancasterschen: beschränkt man sich allein auf die Bibel und religiöse Hymnen. Daneben, giebt man lehrreiche Jugendschriften in die Hände der Kinder. Ließ tadeln die Bischöflichen, weil dadurch die herrschende Fandesreligion nicht in die jugendlichen Herzen gepflanzt werde; dagegen die Freunde Lancasters die Wahl desLehrsystems den reifem Jahren überlassen , und in der Schule nur Religion, nicht Theologie gelehrt wissen wollen. Man findet daher in der dirigirenden Societät Mitglieder von allen Parteien. In der Ausdehnung .möchten sich beide Klassen ziemlich gleich sein, auch wohl im gleichen Verhältniß zuneh- .men. Zufolge des letzten Berichts vom Jahr igiy beläuft sich die Zahl der Kinder , welche in den Schulen nach der Bellfchen - und nach der Lancasterschen Methode unterrichtet werden, schon über zweimalhunderttausend. Ueber tausend Schulen stehen mit beiden Centralschulen und Comitteen in London in Verbindung. In diesen werden ununterbrochen Oberlehrer und Lehrerinnen gebildet und in alle Provinzen versendet. Auch Rußland, Frankreich , die Schweiz hat junge Männer nach England gesankt, und die Lehrart gewinnt in diesen großen Landern immer mehr Boden. Aeußere Einrichtung der Schulen. Bloß die Geschlechter, nicht die Klassen, sind in diesen Schulen geschieden. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen mag so groß sein'wie sie will ־— man findet sie alle in einem großen Zimmer oder Saal. In den beiden großen Centralschulen von London, wovon die Bellsche