Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Namen der Israeliten
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 13)
- Language
- German
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doch die Frage: Was hat der Priester oder der Kitrl Cohen außer der Kirche m Deutschland, im bürgerlichen Leben zu schaffen? Wie kann er, warum muß er als Familiennamen dienen?*) Eben so wenig ist zu billigen die Art, wie in neuern Zeiten viele Israeliten sich Namen von Oertern und Städten als Familiennamen beigelegt haben. Manche die aus einem Orte stammen, obschon einander in keinem Grade verwandt, haben daher dennoch einerlei Namen. In dem vom ehemaligen Könige von Westphalen erlassenen Dekrete heißt es ausdrücklich: ״Daß sie (die Israeliten) weder Namen von Städten noch solche, welche bekannten Familien zugehören , annehmen sollen **). Vor mehrern Iahrzehnden haben einige Männer sich Familiennamen gebildet, dadurch, daß sie das Wort: Sohn dem Namen ihres Vaters anhängten. Schon gleich darauf ahmten dieses mehrere Israeliten nach, so daß jetzt bei den Namen vieler Israeliten diese gleichlaulende Endigung vorkommt ***). Darin liegt nun natürlich wieder eine sonderbare Auszeichnung, und wird damit fortgefahren, so können die Folgen, da es alsdann wieder viele gleichlautende Namen geben wird, wieder nicht anders als beschwerlich und nachtheilig ausfallen. — , Es würden gewiß alle die verkehrten eigenthümlichen *) Ich muß bemerken, daß eS gewiß viele würdige und sehr achtbare Israeliten giebt, die solche Namen führen, und daß mein Tadeln nur die Namen und keineswegs! die Personen treffen soll, und auch dieses Tadeln nur durch Liebe zur Wahrheit und Verbesserung entsteht.; **) M. s. die Sul. 2. Jahrg. 1. Hest, S. 8, Art. -5« D.H. ***) M. s. die vorige Anmerkung.