Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Namen der Israeliten
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 11)
- Language
- German
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auf feine Füße, wie alter Löwe und Löwin." (Vers g.) ״Naphtali ist ein flüchtiger Hirsch." (Vers 21.) ״Benjamin ist ein reißender Wolf." (Vers 27.), und so mögen mehrere Namen durch solche sigürliche Sprüche ijt der heiligen Schrift, entstanden sein. Allein auch diese Namen sind nicht selten noch durch fehlerhaftes Schreiben und Aussprechen verdorben und verstümmelt worden; z> B. aus Hirsch entstanden die Namen: Hersch, Herz, Hirz; aus Löwe entstand: Lob, u. s. w. Der Gebrauch dieser Thiernamen muß aber schon einmal in früher» Zeiten als ungeeignet und unstatthaft betrachtet worden sein; denn in der Synagoge und bei andern religiösen Ceremonien, wo namentliche Aufrufungen statt finden, werden die richtigen Namen gebraucht; so daß derjenige, welcher Löwe Heißt, in der Synagoge I e h u d a, wer W 0 l f heißt, Benjamin aufgerufen wird, u. s. w. *) Mit den weiblichen Namen verhält es sich eben so, auch diese sind mehrentheils verschroben, verdorben, und finden sich weder in den Kalendern noch in irgend einer historischen Schrift, als: K e i l a, V 0 g e l, T e l z, u. d. m. *) Die Israeliten haben auch zu allen Zeiten von Len Völkern, unter denen sie lebten, Namen angenommen, daher man noch jetzt Namen unter ihnen antrifft, welche griechischen und römischen Ursprungs sind. So soll z>- B. der Name Feibesch (פייבש) eigentlich Ph ö bus heißen, welches dadurch erwiesen ist, daß bei religiösen Ceremonien dieser Name durch אורי שרגא (großes Licht), bezeichnet und aufgerufen wird. D. H.