Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Namen der Israeliten
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 7)
- Language
- German
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79 und da dennoch einige alte Familien giebt, die ihren erb«- lichen Familiennamen führen, so haben wahrscheinlich die Vorfahren derselben schon das Nothwendige und Nützliche davon eingesehen; wie denn ohnehin nicht zu läugnen ist, daß ungeachtet die Israeliten aller politischen und geistigen Freiheit in jenen Zeiten beraubt waren, es doch einzelne .Männer unter ihnen gegeben hat, die erstaunenswürdige Einsichten und Kenntnisse besaßen, und in verschiedenen Künsten und Wissenschaften sich höchst vortheilhaft auszeichneten; ein Beweis, daß nicht die Religion der Jftaefiten, wie ihre heutigen Gegner behaupten wollen, sie hindere, in der Kultur sortzuschreiten. . Auf welche Art und Weise in neuerer Zeit von mehreren gerechten und helldenkenden Fürsten, Maaßregeln getroffen wurden, um die bis jetzt bestandene isolirte Werfassung der Israeliten zu vernichten , und dieselben statt Lessen zu guten Bürgern des Vaterlandes, die im Besitze aller Rechte und Pflichten, zu erheben; ist gewiß schon längst den Lesern der Sulamith bekannt und wie sehr die Israeliten diese liberalen Gesinnungen und wahr- Haft fürstlichen Handlungen dankbar erkennen und segnen. In vielen Ländern, als: in Rußland, Frankreich, Italien, Holland, Preußen und in dem ehemaligen Königreiche Westphalen wurden zu diesem Zwecke Gesetze und Wervrdnungen gegeben, die daher auch zuvörderst die Bestimmung enthielten: daß jeder Israelit einen Wornamen und einen erblichen Familiennamen annehmen solle. Wahrlich, eine sehr weise und zweckmäßige Bestimmung, um die Israeliten zu desto brauchbarer!,, guten Bürgern heranzubilden. Denn mit Recht wird von je-