Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Namen der Israeliten
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 6)
- Language
- German
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78 - -- , setzt, konnte es ,nicht fehlen, daß viele Israeliten mit jener bürgerlichen Absonderung oft selbst zufrieden waren. Von der durch Künste und Wissenschaften hervorgebrachten und mit der Zeit fortgeschrittenen Nationalbildung der Deutschen, dis auf Sprache, Geschmack, Sitten und Gebrauche so mächtig wirkte, selbst auf die scheinbar unbedeutensten Einrichtungen des bürgerlichen Lebens, folgdich auch auf den Gebrauch der Vor - und Familiennamen, ihren gewaltigen Einfluß ausübte, konnte wenig den Israeliten zu Kheil werden, deneü nur der leidige Handel erlaubt war, und die, von allen Standen und Gewerben ausgeschlossen, von den schönsten Quellen der Civilisation entfernt standen. Sie mußten daher in Sprache, Manieren und Gebräuchen zurückbleiben und sind so zum!Theil auch noch bis auf den heutigen Lag zurückgeblieben, wie man das am besten bei dem gemeinen Haufen sieht, dessen Eigenthümlichkeiten noch das Gepräge des altdeutschen Wesens offenbar an sich tragen *}. Die Zurücksetzung und Vernachläßigung der Israeliten in den vorigen Zeiten ging so weit, daß von ihrem Civilstande im Geringsten keine Notiz -genommen wurde; Geburts ׳- Heiraths - und Sterbe - Register, eine Einrichtung , die unter den Christen den Gebrauch der Vor- und Familiennamen gewiß am meisten verbreitete, wurden über die Israeliten nicht gehalten. Wenn es indessen hier *) Für gewisse Mannek, die Nach jedem alten Worte und Sprüchlein Haschen, und sie gleich für rhetorische Gebilde ausgeben, kann der jüdisch - deutsche Jargon, der bei der niedectt Volksklasse noch üblich ist, vielleicht noch; eine Fundgrube altdeutscher Sprache abgeben-