Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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. < Zudem stelle man alle reiche Judenin ganz Deutschland zusammen, und dann sämmtliche arme dagegen: wahrlich! man würde ein sehr trauriges Verhältniß herausbringen, ein Berhältniß, welches auch den größten Ju- * denftind rühren müßte. Aber ich verliere mich in Kleinigksiten, denn alles dieß sind Dinge, welche man sehr wohl berechnen kann, sobald man nur will. Gesetzt aber der Jude wäre so reich, als ihn jedermann ausschreiet, weil jeder das Recht dazu zu haben glaubt, so verliert der Staat nichts dabei, wenn das Geld nur im Lande bleibt, und dieß ist nicht nur der Fall, sondern es kommen durch ihn, durch seinen, fast über die ganze Welt sich ausbreitenden Handel, große Summen noch ins Land und der Staat gewinnt also dabei. Wenn ich sage: der Staat verliert nichts, sondern gewinnt durch die Juden, so ist es ganz dasselbe, als wenn ich sagte: niemand verliert, sondern alles gewinnt durch sie; denn der Staat ist und bleibt ja wohl immer Alles in Allem. So wollen wir stets der Wahrheit treu bleiben, und nichts, selbst den Eod nicht fürchten; denn für Wahrheit sterben, heißt ewig leben." u. s. w. Unter dem Mel ״Judenspiegel" hatte vor Kurzem Herr Hartwig von Hundt Radowsky eine erbärmliche Schrift gegen die Juden herausgegeben, in welcher derselbe sogar Seite 145 unter andern gesteht/ ״haß er seines Orts, die Lödtung eines Juden weder für eine Sünde, noch für ein Verbrechen, sondern bloß für