Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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ZI Und nun zum Schluß. Da ich diese Blatter einmal in Gestalt eines Schreibens an Sie, mein geehrtester Freund , begonnen habe, so muß ich dieselben allerdings auch wohl eben so schließen. Was Sie von der Uebertreibung des Reichthums der Juden sagen, ist ganz der Wahrheit gemäß; er wird an allen Drten, vielleicht mit Bedacht — überschätzt. Man stelle sich in irgend einer Stadt Deutschlands in diese oder jene Straße und frage: wem gehört dieses oder jenes Haus? Welch ein Vcrhaltniß würde da heraus kommen? Wenn ferner ein Jude ein Haus oder irgend eine Besitzung kaust — von wem kauft er sie gemeinhin? Vom Christen. Und der Erfolg? Das Geld aus dem Beutel des Juden, kommt in den Beutel des Christen.' Baut der Jude sich etwa ein neues Haus: woher die Materialien? Wer ist der Maurer, der Zimmermann, Lischlcr, Glaser, Schlosser u. s.w.? Der Christ. Erfolg: das Geld aus dem Kasten des Juden fließt in den der Christen. Der vermögende Jude fährt in einer glänzenden Equipage!*) Von wem der Wagen, die Pferde? Und sollte er diese auch von seines Gleichen kaufen , so kaust sie dieser ja erst vom Christen. Wer ist der Stellmacher, Schmid, Sattler u. s. w.? Der Christ; und der Erfolg, wie der vorige. Lassen sich auch einige Juden, in Hin- .ficht des Luxus, vom Zeitgeiste mit fortreißen, wer verliert und wer gewinnt dabei? *) Auch hier trifft das Derhältniß, wie bei den Häusern- ׳ : ganz ein. :