Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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■-״־״־י״־ 30 sich durch unzertrennbare -Bande an diese Staatsverwal-- tung gebunden; ja sie Geeiferten sich durch die allerniedrigstcn Pflichtbezeigungen ihre Dankbarkeit an den Tag zu legen. Diese Vorstellungen pflanzten sich von ihnen auf ihre minder vermögenden Glaubensgenossen fort, die aus Deutschland hierher kamen, um dort der Verfolgung zu. entgehen; und so kamen sie von dem Vater aus den Sohn." u. s. w. *) i: : Regenten der Erde! Dieses Volk hat, zu allen Zekten, viel, sehr viel erdulden müssen. Ja Gottes Hand ׳muß mit ihm sein , wie könnte es sonst selbst noch sein? Der National-Charakter des Juden-ist keinesweges, wie ihn einige Uebelgesinnte darstellen. Ihre Anhänglichkeit an die Regierungen, ihre Sparsamkeit, ihre Lhätigkeit, ihre Treue in der Ehe, ihre Eltern- und Kindesliebe, ihre Abneigung gegen den Trunk und, im allgemeinen, gegen das Spiel, müssen selbst ihre Feinde unangetastet lassen. Ueberall, wo ihnen die Gelegenheit nicht genommen ist, sich ehrlich zu nähren, da lassen sie es an sich ״auch wahrlich nicht fehlen, und werden ihre Pflichten, mit jedem andern Bürger, wie dieß jetzt schon der Fall ist, stets redlich erfüllen. Ich selbst kann von dem allen, was ich für meine Glaubensbrüder erbitte , nichts geniesten, auch habe ich keine Kinder, zu deren Fürsprecher man mich etwa machen könnte; nur die Ehre,׳ der Wahrheit gehuldigt und die gerechte Sache empfohlen zu haben, wird mein Lohn sein. -*)Aktenstücke zur Geschichte der Erhebung der Juden 5« Bürgern in der Republik Batavien, aus dem Hollandischen. Neustrelitz, 1797.