Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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26 , daß alle und die höchsten nothwendigsten Verbesserungen erst Widerstand finden, dann angenommen werden, dann 17 ihren Einfluß üben, und zuletzt erst die Früchte reichem jEr bedachte nicht, daß man dom Israeliten deswegen, j. Weil er Israelit ist, nicht-mehr wie vom Christen, und überhaupt vom Menschen fodern darf. Er bedachte nicht,; 1 daß man erst an die zweite oder dritte Generation An- 'p spräche machen kann , und selbst dieses nur dann, wenn der Staat zugleich für die Erziehung der Jugend sorgt, j;; ernster sorgt, als es bisher geschehen. Im Ganzen aber hat man allerdings geglaubt für sein und der Menschen 'p Wohl hinreichender gethan zu haben, wenn man den Israeliten ihre Rechte giebt, und sie dann sich selbst 77 überlaßt/^ ״Was aber selbst diesen langsamen Gang zu Fort- 1: schritten noch stört, ist der nicht gerechte Haß des Christen : gegen die Israeliten, der dem Israeliten Hindernisse in l den Weg legt, von seiner Bahn abbringt , und eben da- ' durch neuen Nahrungsstoff schafft. Gelehrte, die. sich rühmen ihre Kenntniß der Israeliten aus todten Folianten! und nichts aus dem Leben geschöpft zu Haben, schreiben ׳ Rezepte für den Kranken und vermuthen nicht, wie weit י er bereits genesen ist. Andere Schriftsteller wissen aus - großer Vorliebe für das Mittelalter, die neuere Philosophie «; und die wahrhafte Aufklärung des igten Jahrhunderts <־ nicht mit Schimpfnamen genug zu belegen/ und verdam-- i men die unschuldige Humanität aus übergroßem Eifer.— 17 Wiederum haben es sich Einige einfallen lassen zu bewei- H sen, daß zwar die Nachkommen der Cimbern,1 Römer, ß Wenden und anderer eingewanderten -Völker, Deutsche