Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Einführung der Konfirmation in den Israelitischen Gemeinden betreffend
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 409 (sequence 13)
- Language
- German
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T- ' 409 es auch mit allen religiösen Handlungen; sie hören auf ,solche zu sein, sobald bei deren Ausübung nicht gedachter Forderung entsprochen wird, sind dann Körper ohne Geist, keine religiöse, sondern bloß sinnliche, oder vielmehr sinnlose Handlungen. Sehr schön drückt sich hierüber Mendelssohn aus, indem er sagt: ' * ״Die Religion keNntMne- Handlung ohne Gesinnung, ״kein Werk ohne Geist , keine Uebereinstimmung im ״Thun, ohne Uebereinstimmung im Sinne. Re- ' ״ligiöse Handlungen ohne religiöse Gedanken, ist ein ,-leeres Puppenspiel, kein Gottesdienst." . Man könnte dagegen vielleicht einwenden: welcher religiöse Sinn ist mit der Ausübung solcher Gebote zu Verbinden, die wir Chukim heißen, deren Bedeutung yns ein Geheimnist /.ist? Allein mit dergleichen Handlungen müssen wir wenigstens die Vorstellung, vereinigen, daß wir uns hierdurch in der Tugend des strengsten Gehörsams üben. - - Um dieser Forderung religiöser Handlungen Genüge zu leisten, haben uns die Weisen des Talmuds gewisse Formeln vorgeschrieben > ,bic wir bei: der Ausübung zu sprechen haben, ünd die ganz dazu geeignet sind, uns aus den Sinn uNd Geist hinzuführen, der in der Handlang liegt. So müssen wir z. B. den! Sabbath oder die Fest- und Feiertage ׳durch Gebete einweihen, in welchen dse׳Bedeutung des Sabbaths öder des Festes ausgedrücktist- und die somit auch aus die! daraus׳, hervorgehenden Bes trachtungen und Gesinnungen leiten. Demselben Zwecke rnksprAend sind: auchsjene Formeln, die beim Anlegen V. Iahrg. 2. Band. 29