Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Bemerkungen über Religionsunterricht
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 8)
- Language
- German
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,;37? Henkst:und handelst; du vor ben MM MtteU und nicht -W kleinste deiner innetn Regungenist׳ ihm berborgen. Meß schon ist die stärkste-AuffoderuNg zü׳ einem ׳heiligen und reinen Wandel. Schämst - In* -Äch, '-'{ft•5‘ GegenwaÄ deiner Eltern, deines Lehrers, ja ftü&ff:'- Ms-'-Hch ganz fremden Menschen > dieß oder lenes zu Hun, - ei so muß immer diese Schaam'dlch voM BöstW zutückhalten, denn in -keinem Augenblicke - nn " keinem Orte kaiinst du dich der Allwissenheit dessen entziehen , der dein höchster Va^ ter , dein höchster Lehrer'ist. Dieses Gefühl in der^ Seele des Kindes zu feiner größten Lebendigkeit zu erheben, sei Äso düs wichtigste Geschäft des Religionslehrers und hat er es dahin gebracht, dann erst wird der übrige Religionsunterricht, machet sich nun auf die Lehren irgend einer bestimmten positiven Religion beziehen, oder das moralische Handeln zum Zweck habenvon wahrem Nutzen sein. Dann kann er auch die katechetische Methode zur Erklärung der heiligen Schrift benutzen, doch immer so,. daß er oft mit dem freien lebendigen Vortrage abwechsele, um das Gefühl des Göttlichen in der Brust -des Kindes immer lebendig zu erhalten Und vott Zeit zu Zeit wieder anzüftischen. ' ״ ׳ Ein Hauvterfoderniß ist hierbei, daß der Lehrer selbst Religion habe , daß -er geschickt sei, durch lebendigen Vortrag das Herz des Kindes zu rühren usid zu erschüttern, auch Widerseinen Willen seine Aufmerksamkeit zu fesseln und es mit sich eMpor zu heben in diehöhern Regionen des Geistigen und Ewigen. Dazu bedarf es eben keiner großen Gelehrsamkeit, aber wohl eines reinen, religiösen, kindlichen Gemüths und eigener Begeisterung. Denn wo V. Jahrg. 2. Band. 27