Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Bemerkungen über Religionsunterricht
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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—37 , : . ־S Mein zu verdanken hätte, wie sein ganzes Dasein ohne ihn'nichts, wie er im Augenblicke der Reihe der Dinge entrissen wäre, wo seine Hand ihn nicht mehr hielte : dann müßte er sie.auf die höhere Natur des Menschen aufmerksam machen, auf das, waS eigentlich sein Wesen, sein Selbst ausmacht nnd was nicht von dieser Erde stammt. Er müßte sie lehren, nicht den Körper als die Hauptsache zu betrachten, sondern den Geist. Der Körper ist ja nur um des Geistes Willen da, nicht dieser um jenes. Er ist das Organ, durch welches der Geist wirkt und den Einfluß der Dinge empfindet; er ist das Kleid, mit welchem unsterbliche Naturen sich umhüllen, wenn sie in die Welt der Anschauung treten; er ist die Schranke, welche eine unendliche Natur annehmen muff, wenn sie in den Kreis des Endlichen herabsteigt, die Form , unter welcher sich das denkende und empfindende Prinzip in der Sphäre des Materiellen offenbaret. Der Geist ist dagegen ein Wesen, das keinen Schranken des Raums und der Zeit unterworfen ist, von dem man nie sagen kann, es befinde sich irgendwo und irgendwann; es ist da und dann, wo und wann es denkt und handelt, sein Wesen ist unendlich und ewig, unzerstörbar und unwandelbar, seine Heimath nicht die irdische Materie, sondem der Himmel. Er ist gleichsam ein Lheil von dem Wesen des höchsten Urgeistes, Eines Geschlechts mit ihm, obgleich demselben in unendlichem Abstands untergeordnet. Seine Bestimmung ist nicht sinnliches Glück der Erden-' sphare, sondern das Wahre denken und das Gute thun« Darin soll er sich hier auf der Erde üben, um allmählig wieder geschickt zu werden, in den reingeistigen Zustand,