Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Leichenbegängnisse der Israeliten, nebst Beleuchtung eines deshalb von einem Rabbiner abgefaßten Gutachtens
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 27)
- Language
- German
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323 zu diesem Enkzweck ״werden uns also drei sogenannte Gründe zum Besten gegeben.; Den ersten Grund nimmt der Hr. Rabbiner aus;.B. Mos. Kap.Z0. N. 12, wo, nach seiner Uebersetzung, stehen soll: ״Seine Söhne trugen ihn in ׳ das Land׳ Kanaan und begruben ihn." Hier ist aber sehr fehlerhaft übersetzt, denn'es heißt: ״seine Söhne führlen ihn in das Land Kanaan*)." Won Tragen auf den Achseln ist dabei gar nichts erwähnt. Im Gegentheil laßt sich wohl annehmen) daß die'Leiche Jakobs g efahren worden, da Egypten sehr weit von dem Orte׳ entfernt gewesen, wo die Familien-Grust war, und wohin Zakob gebracht und beigesetzt sein wollte, wie auch dieser stattliche und prächtige Leichenzug im 1. Buch M. Kap. Zs beschrieben steht. — Noch finde ich hier nothwendig anzumerken, daß, wie gleichwohl bekannt ist, m der . hebräischen Sprache manches'Wort mehrere Bedeutungen und Handlungen ausdrüEt; z. B. das Wort pnL 2ocllr!oll bedeutet: Scherzen, Spotten, Lachen, Spielen, und so auch"das hier in.Rede stehende Wort ossv heißt: Heb'en, Tragen- Holen, Empfangen, Führen **)'.'®ec Uebech sttzer hat nun das Wort״ zu wählen, welches am vtut- Lichsten und verständlichsten den Sinn des Textes wieder- *) M. s. die ,heikige Schrift, nach dem Maso'kethischen. Text übersetzt u. f. ro.' Herausgegebeii von Lr. D. Frankel und Li. M. H. Bock-. Deßau 181Z. ■ ׳**) S. Hebräisch-deutsches Handwörterbuch. Von Dr. W. Ges-nitts. Leipzig 18rc>.