Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Maler Pinhas
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308444--05642-2308860- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
zen Heinrich von Preußen an ihn erlassene Einladung,' reifete er zu. demselben nach Karlsbad. Auf dieser Reise sowohl, als auch in Karlsbad selbst- ' wurden auf ausdrücklichen Befehl des Prinzen, die Nöthigsten Maaßregeln getroffen, daß mein Vater alle nur erdenkliche Bequemlichkeit in jeder Hinsicht fand. Er hielt sich einige Monate dort auf, verfertigte mehrere Arbeiten, und reiste dann wieder nach Bayreuth zurück. Seine Kunstwerke wurden nun häufig gesucht, und er erhielt ein allgemeines Zeugniß, daß er zu-den geschätztesten Künstlern seiner Zeit gehöre. - A0 verlebte er in Beyreuth eine Reihe von!8 Zähren in einer glücklichenRuhe und Zufriedenheit, von seinen Kindern geliebt , von seinen Glaubens- Lrüdern geschätzt, und eine allgemeine Achtung und Liebe genießend. Mit einem nie ermüdenden Eifer - bewirkte er manches Gute für seine. Glaubensgenossen, und widmete seine Zeit theils seiner Kunst, theils den Wissenschäften. Gleiche Achtung und Würde genoß er nach dem Tode des Markgrafen unter der zweijährigen Regierung Christians, Prinzen von Dänemark, welchem das Markgrafenthum zufiel; nicht minder behielt er seine Stelle als Hofmaler unter der Regierung des Statthalters , als nämlich die, beiden Markgrässchaften Ansbach und Bayreuthvereinigt wurden, und da der Hof in Ansbach residirte«: so-begab sich mein Vater mit seiner Familie ebenfalls--dahin. Der -neue Markgraf, welcher ihn langst kannte - und schätzte,: empfing ihn mit-vieler Gnade und ließ ihm seinen 'völligen Unterhalt reichen, ׳ welcher, außer einem bestimmten Zahrgehalte, noch in allen nöthigen für ihn angemessenen Lebensmitteln be-