Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Maler Pinhas
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 5)
- Language
- German
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Herzogin von Würtemberg, hatte er eine befondere Gönnerin. Diese weise und tugendhafte.'Prinzessin, für welche mein Water viele schöne Stücke verfertigte, überhäufte ihn mit Wohlthaten, und gab ihm auch das Versprechen, daß sie seine Glaubensgenossen , die unter ihrem Schutze leben, begünstigen wolle. Als dieselbe bald darauf ihren Onkel, den König Friedrich den Großen in Berlin besuchte, ward mein Water von ihr in einem besondern Schreiben berufen, nach Berlin׳ zu kommen und den König, dessen Brüder, die Prinzen Heinrich und, Ferdinand/ den Kronprinzen und.den ׳ damaligen Statthalter, Prinzen׳ von Oranien, zu malen. . Mein Water zeigte dem Markgrafen das erhaltene Schreiben und bat ihn um die Erlaubniß, nach Berlin reisen zu: dürfen. Der Markgraf bewilligte es ihm / indem et ihm zugleich seine Freude : wegen /der ihm wiederfahrnen Ehre lebhaft bezeigte. In Berlin, /wurde :er am Hofe mit einer ungemeinen Achtung ausgenommen;׳ feine Arbeiten fanden allgemeinen Beifall, und wurden ihm /reichlich belohnt; auch wurden ihm seine Reisekosten erstattet Ed verweilte daselbst elf Monate-, bewohnte ein vom Hose ihm/angewiesenes schönes Logis bei dem dortigen, Dühmlich be« kannten Bankier Abraham Markuse-, und speisete täglich bei demselben. Wor seiner Abreise aus Berlin fragte ihn der König, ob er nicht m Berlin bleiben׳ wollte? Es wäre ungerecht, erwiederte mein Water,., wenn ich Heß thäte , mein Fürst hat mir zu vielt Wohlthaten.: erzeigt, als daß ich ihn verlassen könnte. Bei seiner Ankunft, in Bayreuth wurde er mit vieler Freude und sehr ehrenvoll empfangen. Aus eine im nächsten Jahre von dem Prin-