Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Maler Pinhas
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308444--05640-2308858- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m vortheilhaftcr:: sei,״wenn mehrere Maler in einem-Orte Arbeiten liefern,?und einer vom Andern, lernen könne. Er ward auch-bald darauf dem Markgrafen vorgestellt, welcher ihn sehrgnädig empfing und ihm das Patent als zweiter Hofmaler,: mit einem jährlichen Gehalte von 400 Gulden,,ertheilen ließ. Mein Vater (Pinhas) genoß nun hier die Gunst dieses weisen und humanen Fürsten, und fühlte, sich überaus glücklich, unter dem Schutze ei-- nes Negenten -zu leben, der ein Beförderer der Wissenschäften u-nh : Künste Md seinen Unterthanen ein liebender Mater war. Zetzterinnerte sich Pinhas eines Versprechensdas er längst, einem Mädchen aus seinem Geburtsorte Lehrburg, Namens M i n d e l, geborne Salomon, (meiner seligen Mutter, sie stark -leider in meinem zwölften Jahre , ) gegeben hatte, sie zur. Gattin zu nehmen, sobald er eiy sicheres Asyl, finden würde,, wo. er sich von seiner Kunst anständig.ernähren könne. Er eilte sein Versprechen in Erfüllung, zu bringen, beurlaubte sich vom Mark-- grafen Md reiste: nach-Ansbach, -wo er seinen Vermählungstag feierte, und kehrte sodann mit seiner jungen Gattin wieder nach Bayreuth zurück. Hier wurde er auf die angenehmste Weise überrascht: er fand ein: völlig möblirtes-Hyus, bereichert mit allem zur Wirthschaft nöthigen Zeugewelches der,.Markgraf während seiner Abwesenheit-fürihn -emrichten ließ, und welcher ihm überdieß noch, eine.:jährliche Gehaltszulage von 400 Gulden zusicherte. Er lebte nun mit seiner Gattin in einer glückliehen Ehe,, blieb unausgesetzt in der Gunst seines Fürsten und genoß eine, allgemeine Achtung und Liebe. Auch an der würdigen Tochter des Markgrafender damaligen