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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 291

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
Der Maler Pinhas
Date
1817-01-01
Page
Seite 291 (sequence 3)
Language
German
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Änige Jahre daselbst, und seine Kunstgeschicklichkeit, vereint mit einein edeln Charakter , erwarben ihm die Liebe und Hochachtung aller seiner Bekannten. Bei seiner Zurückkunst in seinem Vaterlands, ward er vom Markgrafen zum Hofmaler ernannt, mit einem jährlichen Gehalte von 200 Guldem - Ein Umstand bewog ihn jedoch, bald wieder auf diese Stelle Verzicht zU leistem Zwei Zsraeliten , welche ebenfalls ihren Lebensunterhalt vom Markgrasen erhielten, müßten nämlich von demselben die grausamsten Behandlungen 'erdulden. Als Pinhas einst Augenzeuge davon war, und-dem Markgrafen vergebens die rührensten Vorstellungen deshalb machte, fühlte er sich sehr gekrankt und geriet!) dadurch in die schrecklichste Furcht, ob ihm nicht einst ein gleiches Schicksal wiederfahren möchte׳ ein Opfer der sonverbaren Laune dieses Fürsten zu werden; er nahm sich daher vor, sobald es ihm nur die VerhalMiffe gestatten würden, sich von diesem Orte-zu entfernen. Diesen Entschluß theilte er seinem Vater mit, und auf dessen Anrathen verließ er Ansbach und begab sich nach Bayreuth, der Residenz des damaligen Markgrafen Friedrich. Er besuchte den Hofmaler Hien chldort , einen wegen seines Talents und seiner Rechtschaffenheit bekannten Künstler , 'und nach einer baldigen . Bekanntschaft lernte Pinhas in ihm einen trefflichen Freund und Gönner kennen. Auf Hirns Zureden blieb er in Bayreuth, besonders da er ihm das Versprechen gab, ihn dem Hofe zu empfehlen. -Hien hielt auch sein Versprechen und äußerte sogargegen den Markgrafen, daß er die Anstellung des Pinhas gern sehen würde, indem es, besonders zur Vermeidung der Einseitigkeit, für dir Kunst ■?־:31 *

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