Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Maler Pinhas
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
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2YS Buches Esther in zierlicher hebräischer Kextschrist, welchs er durch eine bildliche Darstellung aller in diesem Buche enthaltenen Hauptbegebenheiten verschönerte.. Diese.W« beit eines dreizehnjährigen Knaben fand allgemeinen Belfall und erregte besonders HierGrwvnderung der Kunstkenner. Mit großem ׳ Eifer verdoppelte er nun seinen Fleiß, setzte diese Airbeit während dreier Jahre - fort- und verfertigte eine Menge, solcher auf Pergamentrollen geschriebenen Exemplare, welche von seinem Vater sehr vortheilhaft veräußert wurden..! Der Ruf von der Kunstfähigkeit des jungen Pinhas verbxeltetd sich überall; auch der damalige Markgraf von Ansbach wurde davon benachrichtigt, und-er würdigte ihn des Auftrags, eine Probe seiner Arbeit für ihn zu liefern.' Er verfertigte nun eine sogenannte Hagada (Geschichte des Auszugs der Jsracliten aus Aegypten), mit den dahin gehörigen Gemälden, überbrachte sie selbst dem Markgrafen, wurde von ihm sehr liebreich und gnädig ausgenommen und erhielt für seine Arbeit eine. Belohnung , von. 150 Gulden, Auf Befehl des Markgrafen ward das Exemplar mit einem zierlichen Einbände versehen, in.,.der Hosbibliothek als ein seltenes Kunstwerk aufbewahrt, , und den durchreisenden Künstlern unter andern Merkwürdigkeiten gezeigt. ׳Jetzt begann Pinhas sich auch aus die Porträtmalerei-zu legen. Mit unbeschreiblicher Lust verweilte er bei dieser Kunstverfertigte mehrere treffliche Stücke, und brachte . es in Kurzem auch hierin so weit, daß er bald als ein geschick- Ler Porträtmaler überall bekannt wurde. Um sich noch mehr zu vervollkommnen, entschloß er sich, einige Zeit zu reisen. Et begab sich nach Mecklenburg, verweilte