Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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len auch durch Wunder der Tapferkeit und durch den Zauber des Enthusiasmus glanzten; man muß zugebcn, daß sie für eine Sache, die sie für heilig und gerecht hielten, kämpften, duldeten, und zu sterben wußten, und wenn die Kreuzfahrer sich anfangs jener Verbrechen schuldig gemacht hatten, so suchten sie dieselben theils durch ihre Dcrtheidigung der verrathcnen Starte gegen das muselmanische Sckwerdt, theils durch die Pflege und tröstliche Hülfe, die sic Unter dem bescheidenen Gewand der barmherzigen Brüder, dcmHülfloftn darrcichten, wieder gut zu machen. Was soll man aber von denen denken, die von Eigennutz geleitet, keinen andern Gott als das Geld kennen, und die um einen Thcil ihrerMirbürgcr von den Rcichlhümcrn und Genüssen zu entfernen , die sie allein genießen wollen, einen Glauben vorgeben, dem sie, wie man weiß, größtcntheils weder aus Ucberzeugung und Gefühl, noch weniger practisch zugcthan sind. Jn unserm jctzigen Zeitalter, können wahrlich solche Gesetze, die in manchenOertern Deutschlands gegen die Israeliten vorhanden sind, nicht schimpflich die Israeliten treffen, sondern diejenigen, welche sie verlangen, unterstützen und sich derselben zu Nutze ״ machen. Die Sache der Israeliten wird in Deutschland Mumpksircn7^ wie sie anderswo triumphirte. Mögen nur nützliche moralischreligiöse Anstalten die heilsamen Wirkungen des Sieges der Vernunft unterstützen. Möge man es dahin bringen, daß man in den beiden Extremen einer Generation den betrübenden Anblick einer so wenig aufgeklärten, den uralten Dogmen unangemessenen Leichtgläubigkeit, und den einer völligen Gleichgültigkeit gegen daS erhabenste Interesse