Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Doktor Elias Henschel, practisirender Arzt und öffentlicher Geburtshelfer in Breslau, auch Ehren-Mitglied der mineralogischen Societät in Jena
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 3)
- Language
- German
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249 Nun fimb aber fein Prinzipal und er kam, zu dessen Bruder Z. F. in Dienst. Hier machte er von dem allbekannten Sprüchlein die Erfahrung, gui prsLcit in litU-ris et delicit in nioribns etc! Auf der einen Seite studierte er für stch Clausbergs Rechenbuch, und nahm Unterricht in der Italienischen doppelten Buchhaltung: Auf der andern Seite ließ er sich durch die größere ' Muße, die er jetzt hatte, zum Umgänge mit lockern Gefe'ilen verleiten, die ihm die versührcrifchc Karte anziehend zu machen wußten. Er sing an um Geld zu spielen, und wie wenig hatte er in feiner Lage zu verlieren! Er verlor es — und deckte nun das Deficit aus der Kasse seines Herrn! — Wenn die Leser dieses Journals über diesen Zug stutzend zurückfahren und nicht sowohl auf den Thater, als auf den Erzähler einen strafende». Blick werfen: so dient ihnen hiermit zur beruhigenden Nachricht, daß Thater und Erzähler über die Publication dieses Traits vollkommen einverstanden sind. Entweder mußte Henschcls Biographie ganz wegblciben — und wie viel ging dann fürs Publikum, wie viel für die Welchrung manches noch zu rettenden Jünglings verlor ren! oder jener Zug mußte ohne Umstände herausgesagt werden, denn an ihm hängt das ganze fernere Schicksal von Henschels und die bessere Katastrophe desselben! — Hatte er vielleicht, um dies: Zeit schon unter ander» Dichtern auch von Ramlir.n gelesen: Ihr weichgeschaffnen Seelen/ Ihr könnt nicht lange fehlen!— . Genug, er handelte ganz nach dieser Weise; seine : Spie!sucht hatte noch nicht die Stimme der Vernunft und : V. Jahrg. 2. Band. *8