Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Rede bei Eröffnung der religiös-moralischen Vorlesungen für Israeliten in Prag
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 7)
- Language
- German
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י״^״־־־י 234 und zur menschlichen Weisheit. Durch jene hat Gott, zürn Heil so vieler Nationen und zum Tröste der Gefallenen, auf Sinai sich verherrlicht; durch diese,. durch Weisheit und sanfte Gefühle hat er seinen Liebling, den Menschen, mir Schmuck und Würde zum Herrn' der Unterwelt eingesetzt. Nur inr..engsten Verein bringen uns beide zum glorreichen Ziele, zur Zufriedenheit in diesem, und zur wonnevollen Glückseligkeit in jenem Leben. . . Diese Betrachtungen liegen in den wenigen aber gehaltrcichcir Worten, des dem religiös-moralschcn Lehr-׳ buche: E״e-Zum, vorgcdrucktcn allerhöchsten Dekrets. In der Einleitung heißt csu-^Düß^Sciuc K.K. Majestät, zur Beförderung sittlich guter Gesinnungen und Handlunge-weisen unter den in den K. K.Erbstaaten befindlichen Juden ein religiös-moralisches Lehrbuch verfassen zu lasscn geruhet haben, welches die Vorschriften der Sittenlehre nicht nur aus Wernunftgründcn faßlich darstellt, sondern dieselben auch mit beweisenden Stellen aus den heiligen Büchern der Israeliten begründet." Die weise Staatsverwaltung erwartet also nur dann eine heilsame Wirkung, wenn die Religion das Licht der Vernunft verstärkt. ־ ׳: : - Lief, gerührt, und mit dem lebhaftesten Dankgrsühl erkennt die Israelitische Nation die väterliche Fürsorge des allgcliebten Landesfürsten, ihre. Jugend auf eine höhere Stufe der moralischen Kultur zu leiten. Und wenn schon es den heiligen Büchern in der Sprache ihrer Urväter keineswcges an vortrefflichen :Grundsätzen, moralischen Lehren, heilsamen Siktcnsprüchen, und guten . Regeln! der Lebensweisheit mangelt; so bleibt diese allerhöchste!