Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der fromme Asaria
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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sich auch der goldne Urquell des Lichts am Firmamente herauf, und glanzte freundlich und beseligend durch den sanften blauen Aether. Welch einen entzückenden Anblick gewahrte nun nicht die verjüngte, in ihrer ganzen unbeschreiblichen Herrlichkeit prangende Natur! Gewürzartige balsamische Düste füllten nun die Luft; das Reich der Pflanzen hob nun freundlich sein gesenktes, dem Rand der Verwesung nah gewesenes Haupt; die versiegt und vertrocknet gewesene Quelle verkündete nun murmelnd die Allmacht Gottes; die gefiederten Wanderer der Lüfte ließen ihm ihr tauftndtöniges Lied erschallen, und die vierfüßigcn wilden Bewohner' des majestätischen Libanon, dem Beispiele--desgekrönten Leuen folgend, stimmten brüllend in ihr Lob. Auch Asarir und die beiden Männer, von unnennbarem Gefühle -und Entzücken hingerissen, warfen sich zur Erde nieder, und dankten dem Urheber alles Guten. ' ' Und es wurde ihnen ein -ländliches einfaches Früh- /stück'vorgesetzt; und als ihre Herzen wohlgemuthet warcn bei dem traulichen Mahle, da fragten die Männer, von der wissbegierigen Neugierde gereizt, Asaria nach der Ursache׳ seines gestrigen verkehrten Benehmens, und warum der Herr daS Gebet seiner Gattin eher vernommen zu haben schien, denn das ftinige. Und er redete alp: •י Ich bin der Tagelöhner eines Mannes und es wäre Diebstahl, wenn ich während meines. Dienstes nur einen Augenblick vergeudete, daher bewillkommnete ich euch nicht, und reichte euch nicht meine Hand zum Schalam, als ihr kämet.